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Akademien der Wissenschaften Schweiz

«Wissenschaft ist ein globales öffentliches Gut» – Interview mit Yves Flückiger und Marianne Bonvin

Im Spannungsfeld wissenschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Herausforderungen blicken der Präsident und die Geschäftsführerin der Akademien der Wissenschaften Schweiz in einem gemeinsamen Interview auf ein Jahr zurück, das von grundlegenden Veränderungen geprägt war. Yves Flückiger und Marianne Bonvin sprechen über die Rolle der Akademien als Orte des Dialogs, des Vertrauens und der unabhängigen Expertise, über die Herausforderungen in der wissenschaftlichen Kommunikation und Integrität, der Öffnung der Forschung und der internationalen Vernetzung der Schweiz sowie über die Verantwortung der Wissenschaft hinsichtlich steigender Erwartungen seitens der Gesellschaft.

Im Jahr 2025 kam eine wichtige Neuerung dazu, das nationale Netzwerk für wissenschaftliche Beratung. Welche Lehren ziehen Sie aus dessen Aufbau und den ersten Aktivitäten?

Flückiger Am meisten fiel mir beim Aufbau dieses Netzwerks das grosse Engagement der Expertinnen und Experten auf, sich daran zu beteiligen. Aber vor allem auch die sehr positive Resonanz, die sie diesem Projekt entgegenbrachten. Ihre Bereitschaft zeigt das starke Interesse der Wissenschaft, sich in den öffentlichen Diskurs einzubringen und ihre Kompetenzen in den Dienst der politischen Entscheidungsträger zu stellen. Und sie widerspiegelt auch den Willen, als eine Art «unparteiische Vermittlerin» der Gesellschaft wissenschaftliche Expertise bereitzustellen – stets auf der Grundlage von Interdisziplinarität und Unabhängigkeit. Im Vergleich zur Covid-Zeit ermöglichen bereits bestehende Gremien nun ein rascheres und auch präventives Handeln. Die Unabhängigkeit der Wissenschaft ist dabei ein zentraler Aspekt, auch wenn Meinungsverschiedenheiten mit politischen Entscheidungen möglich und normal bleiben sollten. Denn auch die Wissenschaft lebt von der Vielfalt der wissenschaftlichen Stimmen, die durch Debatten und fortlaufende Überarbeitungen Fortschritte erzielt.

Bonvin Das Netzwerk ist ein sehr wichtiger Schritt und steht auch symbolisch für die enge Zusammenarbeit zwischen den sechs grossen nationalen Wissenschaftsorganisationen. Zudem erhöht es das bereits wachsende Interesse der Behörden und der Politik in die Wissenschaft noch mehr. Innerhalb des Netzwerks wurden mehrere thematische Gruppen gegründet und koordiniert sowie eine gemeinsam genutzte Website eingerichtet. Die Bundeskanzlei übernahm im Auftrag des Bundesrats eine zentrale Rolle dabei, das wissenschaftliche Angebot besser auf die Bedürfnisse der Verwaltung abzustimmen, insbesondere für Krisensituationen. In Bezug auf Covid bedeutet das im Wesentlichen eine stärkere gegenseitige Anerkennung und ein besseres Vertrauensverhältnis zwischen Wissenschaft und Behörden. Zudem gab es auch Fortschritte im Bereich der Krisenkommunikation. So wurden im Sinne einer kontinuierlichen Verbesserung ein Verhaltenscodex und transparente Verfahren eingeführt.

Wie würden Sie heute die Zusammenarbeit zwischen den Akademien und swissuniversities in Bezug auf Komplementarität, Rollenverteilung und Synergien beschreiben?

Flückiger Wir arbeiten intensiv und regelmässig mit swissuniversities zusammen und sind gemeinsam Teil eines grösseren Ökosystems, zu dem auch weitere wichtige Akteure aus den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation gehören. Die Zusammenarbeit basiert grundsätzlich auf fachübergreifenden Themen wie wissenschaftliche Integrität, Öffnung der Wissenschaft oder Rahmenbedingungen, die für eine qualitativ hochwertige Forschung sorgen, wobei alle Beteiligten ihren Mehrwert mit einbringen. Die Hochschulen fungieren einerseits als Arbeitgeberinnen der Forschenden, die die Akademien ausmachen, und andererseits als Orte, an denen die Bildungs- und Forschungspolitik definiert und umgesetzt wird. Sie teilen ihre Erfahrungen, während die Akademien eher eine national übergreifende, koordinierende und reflektierende Rolle einnehmen. Diese Komplementarität zeigt sich auch bei der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung. Diesbezüglich unterstützen die Akademien einen ganzheitlichen Ansatz, der sowohl die einzelnen Disziplinen als auch die notwendigen gemeinsamen Rahmenbedingungen berücksichtigt und gleichzeitig die Autonomie der einzelnen Institutionen respektiert.

Bonvin Das Schweizer System ist bewusst polyzentrisch, was es sowohl komplex als auch resilient macht. Alle Akteure – Akademien, Hochschulen, Förderorganisationen – haben darin eine klar definierte Rolle. Diese Differenzierung fördert Komplementarität und Kohärenz gleichermassen. Dies wird insbesondere bei gemeinsamen Stellungnahmen oder koordinierten Massnahmen spürbar. Die Akademien bringen dank ihres breiten Netzwerks von Expertinnen und Experten bewährte Praktiken sowie eine übergeordnete Perspektive ein, die von den Hochschulen anschliessend an ihre jeweiligen institutionellen und rechtlichen Rahmenbedingungen angepasst wird. Sie leisten zudem einen besonders wertvollen Beitrag zur wissenschaftlichen Nachwuchsförderung: Die Junge Akademie Schweiz bietet Nachwuchsforschenden die Möglichkeit, sich zu wichtigen Themen wie KI oder akademischer Freiheit zu äussern. Diese gemeinsamen Projekte stärken das gesamte System und sind Ausdruck einer engen Zusammenarbeit, die auf Respekt, Vertrauen und einem gemeinsamen Ziel für den Wissenschaftsstandort Schweiz basiert.

Wie können die Akademien in einer sich wandelnden Medienlandschaft einen kritischen, unabhängigen und qualitativ hochwertigen Wissenschaftsjournalismus fördern?

Flückiger Wissenschaftskommunikation hat stets das Ziel, Wissen zu vermitteln und den Dialog mit der Öffentlichkeit und den Behörden zu fördern. Sie setzt jedoch auch gewisse Kompetenzen voraus, über die nicht alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Haus aus verfügen. Der Wissenschaftsjournalismus hingegen ist deshalb unersetzlich, weil er sich von der institutionellen Kommunikation unterscheidet und ein dauerhaftes Vertrauensverhältnis zur Gesellschaft pflegt. Dies ist eine äusserst anspruchsvolle Aufgabe, da er Komplexität vermitteln, die richtigen Fragen stellen und dazu beitragen muss, die Wissenschaft in einer Medienlandschaft, die vom Wettbewerb um Aufmerksamkeit geprägt ist, zugänglich und relevant zu machen. Dazu braucht es neue Formate, die an die aktuellen Nutzungsgewohnheiten angepasst sind, und eine enge Zusammenarbeit mit den Medien, um fundierte Inhalte zu liefern, ohne dabei die redaktionelle Unabhängigkeit aufzugeben. In diesem für die Medien schwierigen Umfeld ist die Förderung des Wissenschaftsjournalismus auch eine Stärkung des Vertrauens in die Wissenschaft selbst.

Bonvin Institutionelle Kommunikation und Wissenschaftsjournalismus haben nicht dieselben Ziele und dürfen nicht miteinander verwechselt werden. Wissenschaftliche Organisationen liefern die notwendigen Informationen, der Wissenschaftsjournalismus jedoch bereitet diese für die Öffentlichkeit auf und betrachtet sie aus einem kritischen und unabhängigen Blickwinkel. Er hinterfragt die Ergebnisse, gesellschaftliche Herausforderungen und manchmal auch Institutionen. Die Akademien ersetzen weder die Medien noch die Journalistinnen und Journalisten, sie können jedoch zur Stärkung der Medienwelt beitragen: durch die Förderung von Räumen für Reflexion, höhere Qualität mit Preisen wie Prix Média, neue innovative Formate und gesellschaftliche Anerkennung der Forschung. Angesichts der Krise der Geschäftsmodelle der Medien ist dieser Beitrag zwar bescheiden, jedoch für den Erhalt eines qualitativen und glaubwürdigen Wissenschaftsjournalismus, der frei von jeglicher institutionellen Einflussnahme bleibt, von grundlegender Bedeutung.

 

Inwieweit spiegeln die von den Akademien verliehenen Preise die Prioritäten und Werte wider, insbesondere den Dialog, den sie in der Wissenschaft fördern möchten?

Flückiger Neben der individuellen Anerkennung, die mit diesen Preisen einhergeht und für die Ausgezeichneten wichtig ist, rücken sie bestimmte wissenschaftliche Werte und Praktiken in den Vordergrund. Für die Akademien dienen sie als Vermittler zwischen Wissenschaft und Gesellschaft, indem sie hervorheben, was für sie wesentlich erscheint: die Qualität der Forschung, Offenheit, Kommunikation und Vertrauen. Der Prix Média würdigt innovative Projekte, die Wissenschaft für die breite Öffentlichkeit zugänglicher machen. Der nationale Preis für Open Research Data (ORD) steht dafür, wie essenziell offene Forschungspraktiken für den wissenschaftlichen Fortschritt, dessen Glaubwürdigkeit und dessen Fähigkeit geworden sind, rasch Innovationen hervorzubringen – wie wir während der Pandemie gesehen haben. Beide Preise haben eine klare Botschaft: Eine sichtbare, offene und gut erklärte Wissenschaft dient der Wissenschaft und macht diese vertrauenswürdiger.

Bonvin Der Balzan-Preis folgt mit seiner starken internationalen Ausstrahlung ebenfalls dieser Logik. Alle zwei Jahre treffen sich weltweit anerkannte Spitzenforschende in Bern, um sich auszutauschen. Für viele Forscherinnen und Forscher, insbesondere aus den Geisteswissenschaften, kommt diese Auszeichnung einem Nobelpreis gleich. Neben dem Prestige geht es auch um den Wissensaustausch: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können sich mit ihren Peers, der Öffentlichkeit und den jüngeren Generationen austauschen. Die im Rahmen des Preises organisierten Konferenzen und Treffen zeigen, wie grundlegende, manchmal sehr abstrakte Entdeckungen ihre Anwendung in unserem Alltag finden. Der Balzan-Preis ist also ein wirkungsvolles Mittel, um den Wert der Wissenschaft für die Gesellschaft aufzuzeigen – und um Neugier, Inspiration und Berufung zu wecken.

 

Die Akademien sind auch in der Politikberatung aktiv, insbesondere bei Energiefragen. Wie kommt die wissenschaftliche Expertise angesichts der Vielzahl politischer Positionen dabei zum Tragen?

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Flückiger Die Politikberatung ist ein zentraler Auftrag der Akademien, wenn auch ein sehr komplexer. Es geht darum, Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit fundierte wissenschaftliche Expertise bereitzustellen, auch wenn bestimmte Ergebnisse unbequem sind oder nicht mit den politischen Erwartungen übereinstimmen. Bei sensiblen Themen wie Energie oder Klimawandel können die verschiedenen Disziplinen zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen gelangen, die manchmal fälschlicherweise als politische Positionen angesehen werden. Sie zeigen jedoch lediglich die Vielfalt der angewandten wissenschaftlichen Ansätze und vor allem die Komplexität dieser Themen auf. Daher sind langfristige und interdisziplinäre Arbeiten in gemeinsamen Gremien so wichtig, denn sie können unterschiedliche Perspektiven zusammenführen und in den Kontext der Schweiz einbetten. Die veröffentlichten Berichte zu Themen wie Kernenergie, Stromspeicherung oder auch Nachwuchsförderung in den MINT-Fächern zeugen davon, dass die Wissenschaft die öffentliche Politik nachhaltig unterstützen kann. Die neusten Entwicklungen bezüglich Dialogformaten und einer stärkeren politischen Beratung haben zum Ziel, die Fachakademien hinsichtlich ihrer bestehenden Kompetenzen besser zu koordinieren, ohne dabei die spezifischen Rollen der einzelnen Akademien aufzuheben.

Bonvin Die Interdisziplinarität steht dabei im Zentrum, was diese Aufgabe besonders anspruchsvoll macht. Je nach Fachgebiet können Antworten unterschiedlich ausfallen. Eine Gesamtansicht muss dieser Vielfalt Rechnung tragen, ohne die Komplexität der Themen zu mindern. Natürlich müssen bestimmte Ansätze höher gewichtet werden, doch auf die Abbildung der Vielfalt zu verzichtet würde die Qualität der Beratung schwächen. In dieser Hinsicht ist Kritik aus verschiedenen Lagern oft ein Zeichen für eine ausgewogene Arbeit. Es ist nicht die Rolle der Akademien – und insbesondere von a+ – eine einzelne Position zu vertreten, sondern die Grundlage für einen glaubwürdigen, koordinierten und für den politischen Prozess nützlichen wissenschaftlichen Dialog zu schaffen.

 

Bezüglich der globalen Herausforderungen liefern die Veröffentlichungen der EASAC eine europäische Perspektive. Welche Bedeutung haben diese für die Schweiz und für die internationale Positionierung der Akademien?

Flückiger Die Verbindungen zu internationalen Netzwerken, die für die wissenschaftliche Gemeinschaft oft kaum sichtbar sind, sind von entscheidender Bedeutung für die Akademien. Wissenschaft entsteht niemals im luftleeren Raum: Sie erzielt Fortschritte durch den Austausch, das Teilen bewährter Praktiken und dank gegenseitigem Lernen. Durch die Mitarbeit in diesen Netzwerken kann sich die Schweiz von den Entwicklungen in anderen Ländern inspirieren lassen und über die Landesgrenzen hinaus einen aktiven Beitrag zu gemeinsamen Überlegungen zu wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen leisten. Die Schweiz ist also nicht isoliert, sondern fest im Herzen des wissenschaftlichen Europas verankert. Und sie engagiert sich für einen regen Austausch von Ideen und Wissen.

Bonvin Das Engagement beruht auf einem gegenseitigen Austausch: Wir teilen das wissenschaftliche Know-how der Schweiz und stärken damit die Netzwerke und dessen Kompetenzen. Die Beteiligung von Schweizer Forscherinnen und Forschern an den Berichten der EASAC veranschaulicht diesen Mehrwert, indem sie eine schweizerische Stimme in die europäischen Debatten einbringt – etwa zu hochaktuellen Themen wie Waldbränden. Doch damit ist es nicht getan: Entscheidend ist auch, dass dieses Wissen in der Schweiz genutzt wird, um unser Handeln und eine vorausschauende Planung zu fördern – insbesondere in Krisensituationen. Jede Zusammenarbeit stärkt das Netzwerk, ermöglicht weitere Kontakte und bereichert die Akademien insgesamt. Die Vision von Wissenschaft als globales öffentliches Gut ist ein Treiber für ein stärkeres Engagement, das auf Kontakten, Austausch und dem gemeinsamen Lernen fusst.Bas du formulaire

 

Im Bereich Open Research Data sind immer weniger Drittmittel vorhanden. Wie halten die Akademien trotz dieser finanziellen Einschränkungen an ihrem Engagement fest?

Bonvin Die Legitimität der Akademien basiert auf einer starken Überzeugung: Die Wissenschaft ist ein Grundpfeiler des gemeinsamen Wohlergehens und des Wohlstands des Landes. Open Research Data macht die Forschung transparent, effizient und kooperativ. Diese Bestrebungen, die sich mit einem starken Rückgang der Drittmittel konfrontiert sehen, müssen fortgeführt werden, sonst droht der schrittweise Verlust der jüngsten Errungenschaften. Vor diesem Hintergrund haben die Akademien ihre Aktivitäten grundlegend geprüft, neu priorisiert und ihr Engagement in diesen Bereichen beibehalten. Die Öffnung der Wissenschaft setzt auch die Teilnahme der Schweiz an den EU-Programmen voraus, dem wirksamsten Rahmen, um das Potenzial der Wissenschaft für die Gesellschaft nutzbar zu machen. Die grossen Herausforderungen – Gesundheit, Klima, Innovation, Sicherheit – machen an keiner Grenze Halt. Wissenschaft ist ein öffentliches Gut. Eine Abschottung würde sie darin schwächen, den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden.

Die Akademien haben sich zu sensiblen Themen wie den bilateralen Verträgen, Sparmassnahmen oder den Beziehungen zur EU positioniert. Wie sehen Sie die Legitimität dieser Stellungnahmen und wo liegen ihre Grenzen?

Flückiger Es handelt sich um klare Stellungnahmen zu Themen, die den Wissenschaftsstandort Schweiz unmittelbar betreffen. Diese stammen auch aus einem kollektiven Lernprozess: Nach der knappen Annahme der «Initiative gegen Masseneinwanderung» im Jahr 2014 haben die Akademien verstanden, dass sie sich früher, klarer und verantwortungsbewusster zu solchen Themen äussern müssen. Angesichts der komplexen Herausforderungen und sensiblen Fragen bezüglich der Souveränität setzen sie auf Vertrauen, Glaubwürdigkeit und Dialog. Denn langfristig Gehör zu finden und wirksam zu sein setzt voraus, eine Stimme unter vielen zu sein, die sich auf Fakten und fachliche Expertise stützt. Insbesondere gilt es hervorzuheben, dass die von der Schweiz – dank der hohen Kompetenz ihrer Diplomatie – äusserst geschickt mit Europa ausgehandelten Abkommen keinen Akt der Loyalitätsbekundung gegenüber der EU darstellen, sondern ihr vielmehr erlauben, an den für sie relevanten Entscheidungsprozessen teilzunehmen. Die Bilateralen III sind ein Instrument der aktiven Souveränität, das umso unverzichtbarer ist, als die Schweiz in einer zunehmend instabilen Welt auf verlässliche Verbündete angewiesen ist. Daher sind die anhaltenden Beziehungen zur EU weniger Ideologie als vielmehr strategische Notwendigkeit. Die bilateralen Abkommen zeigen, dass die Schweiz ihre Interessen entschlossen und klug vertreten kann.

Bonvin Auch bei Themen wie Sicherheit oder der Landesverteidigung ist ein Alleingang in Zukunft nicht mehr realistisch. Heute erscheint die europäische Zusammenarbeit als eine wesentliche Grundlage für Stabilität, Sicherheit und kollektive Handlungsfähigkeit – auch für die Schweiz.

 

Noch eine abschliessende Frage: Wenn Sie dem Jahr 2025 eine Farbe geben müssten, welche wäre das?

Flückiger Im vergangenen Jahr sind viele Gewissheiten ins Wanken geraten. Mir persönlich kommt dabei direkt die Farbe Schwarz in den Sinn. Sie steht für die Dunkelheit, in die die Welt versunken ist, und die Tatsache, dass aktuell keine Besserung in Sicht ist. Gleichzeitig war das Jahr 2025 aber auch geprägt von den Anfängen eines strategischen Erwachens Europas. Durch die Notwendigkeit einer stärkeren Zusammenarbeit wurde ein Bewusstseinswandel vorangetrieben. Es ist ein erster Keimling, dessen Früchte jedoch noch nicht sichtbar sind.

Bonvin Trotz aller Sorgen gibt es auch Anlass zu Optimismus: ein grüner Akzent als Zeichen der Hoffnung, nicht zuletzt durch das Wirken der Akademien, die in einem bewegten Umfeld weiterhin Orientierung und Sinn vermitteln.Haut du formulaire

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