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Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften SATW

Von Menschen und Cobots

Weshalb haben sich kollaborative Roboter – Cobots genannt – in der Industrie nicht in dem Masse durchgesetzt, wie das erwartet wurde? Diese Frage stand im Zentrum des 1. Swiss Robotics Forums, das am 13. Dezember 2022 durchgeführt wurde. Die SATW-Themenplattform Intelligent Manufacturing unter der Leitung von Prof. Anna Valente organisierte in Zusammenarbeit mit dem Swiss Innovation Park Biel/Bienne das 1. Swiss Robotics Forum, bei dem die Cobots die Hauptrolle spielten. Der Anlass richtete sich an Vertreter:innen aus akademischer Forschung und Industrie, aber auch an Hersteller von Cobots. Knapp 30 Teilnehmende diskutierten die Herausforderungen, denen sich Cobots auf dem Weg zu einem breiten Einsatz stellen müssen. Anna Valente präsentierte zu Beginn die Ergebnisse einer Umfrage, die bei Arbeitnehmenden durchgeführt wurde und den Hindernissen beim Einsatz von Cobots auf die Spur kommen will. Es stellte sich heraus, dass die Arbeitskräfte im Umgang mit den Cobots nicht geschult sind und demnach bei der Fehlerbehebung anstehen. Ausserdem plagt sie das Gefühl, die Kontrolle über ihre Arbeit abzugeben und für Cobots ein Hindernis zu sein – das widerspricht den Erwartungen, die Kund:innen an Cobots haben. Was muss sich also ändern, damit Cobots weiterhin vom Management für die Effizienzsteigerung gekauft, aber dann auch tatsächlich eingesetzt werden? Ein möglicher Ansatz, der im Fluently-Projekt verfolgt wird, ist die Entwicklung eines neuartigen Typs von Cobots: ein «beratender Roboter» namens Zenko. Ein solcher Cobot ist sich bewusst, wie der physische und psychische Zustand der Angestellten ist und macht entsprechende Vorschläge, welche sie annehmen oder ablehnen können. Die Informationen zum Zustand entnimmt Zenko momentan Messungen mit Wearables, die die Arbeitskräfte tragen und welche mit den Veränderungen in der Stimme abgeglichen werden. Hat Zenko erst ausgelernt, sind die Wearables überflüssig und er kann die Informationen direkt aus der Stimme der Arbeitsnehmenden entnehmen. Aufwendige Programmierung entfällt, da der Cobot mit der Stimme gesteuert wird. Erste Versuche sind vielversprechend. Beratende Roboter wie Zenko schaffen den nahtlosen Übergang vom Industrie- zum kollaborativen Roboter, indem sie nicht nur Daten aus der Produktion und der Umgebung berücksichtigen, sondern auch von der bedienenden Arbeitskraft. Damit das Zusammenspiel optimal funktioniert, sollen die Anwender:innen in Zukunft zusammen mit dem Cobot eine Schulung in einer Trainingshalle durchlaufen, die sie an vier Stationen mit zunehmender Komplexität an die Aufgaben heranführt. Ein erster Prototyp nimmt demnächst an der SUPSI den Betrieb auf. Ein zweiter wichtiger Baustein auf dem Weg zur besseren Akzeptanz von Cobots ist das Verständnis für den optimalen Einsatz des digitalen Gehilfen. Cyril Amez vom Hersteller Fanuc präsentierte sieben essenzielle Punkte, die beim Kauf eines Cobots berücksichtigt werden müssen und die bei den Teilnehmenden auf grosses Interesse stiessen. Passend zum Referat von Anna Valente wies auch Cyril Amez auf die Wichtigkeit hin, die Arbeitskräfte in den Prozess einzubeziehen und in der Firma die Neugier auf die Cobots zu wecken. Nur wenn der Gewinn für das physische und psychische Wohlergehen der einzelnen Arbeitnehmenden aufgezeigt werden kann, indem der Fokus auf den Menschen und nicht die Maschine gelegt wird, kann das volle Potenzial der Cobots genutzt werden. Der Anlass hat gezeigt, dass das Interesse an der interdisziplinären Thematik gross ist und dass die SATW die ideale Partnerin für das angestrebte Community Building ist. Der gelungene Event ist als Startschuss für weitere Aktivitäten im Jahr 2023 zu sehen. Die SATW hat vor Kurzem ein Factsheet zum Thema digitale Transformation veröffentlicht, das hier angesprochene Aspekte weiterführt: Faktor Mensch und Digitalisierung in den KMU der Fertigungsindustrie.
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    Agentenbasierte KI in der Industrie: Quo vadis, Schweiz?

    Was verändert sich, wenn KI nicht mehr nur Antworten liefert, sondern Arbeit übernimmt? Die Fachgruppe Digital Industry der SATW beleuchtet das Potenzial agentenbasierter KI von der administrativen Auftragsabwicklung bis zur Zusammenarbeit von Menschen und intelligenten Robotern. Dabei geht es auch um die strategische Frage, welche Rolle die Schweiz in dieser Entwicklung spielen kann und will.
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    «È necessario tradurre tutto ciò in azioni concrete» – Janet Hering sulle strutture e sulla responsabilità delle università nei confronti delle donne nel mondo della ricerca

    Dal 2025 il programma globale L’ORÉAL-UNESCO «For Women in Science» è presente anche in Svizzera, con la SATW come partner: ogni anno quattro giovani ricercatrici che operano in Svizzera ricevono ciascuna 25'000 franchi svizzeri. La seconda coorte è stata premiata il 21 ottobre 2026. La giuria è presieduta da Janet Hering, idrologista, professoressa emerita presso il Politecnico federale di Zurigo (ETH) e il Politecnico federale di Losanna (EPFL), nonché prima donna a guidare un istituto di ricerca federale, l’Eawag. In un’intervista con la SATW spiega cosa convince una giuria, perché i modelli di riferimento da soli non bastano e dove fallisce effettivamente l’attuazione della parità di genere.
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    «Die Umsetzung in wirksames Handeln ist erforderlich» – Janet Hering über Strukturen und die Verantwortung der Universitäten gegenüber Frauen in der Wissenschaft

    Seit 2025 gibt es das globale L’ORÉAL-UNESCO-Programm «For Women in Science» auch in der Schweiz – mit der SATW als Partnerin: Jedes Jahr erhalten vier Nachwuchsforscherinnen, die in der Schweiz tätig sind, je 25'000 Schweizer Franken. Die zweite Kohorte wurde am 21. Oktober 2026 geehrt. Den Vorsitz der Jury hat Janet Hering inne. Sie ist Gewässerwissenschaftlerin, emeritierte Professorin an der ETH Zürich und der EPFL und war die erste Frau an der Spitze eines eidgenössischen Forschungsinstituts, der Eawag. Im Gespräch mit der SATW erklärt sie, was eine Jury überzeugt, warum Vorbilder allein nicht ausreichen und wo die Umsetzung der Gleichstellung tatsächlich scheitert.
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