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Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften SATW

Sport trifft auf Technik

Die SATW unterstützt seit langem Sportech, eine Veranstaltung im Kanton Tessin, die wissenschaftliche und technische Innovationen für den Sport vorstellt. Ende Januar fand die Ausgabe 2023 statt und Tausende von Jugendlichen aus der ganzen Schweiz profitierten von Demonstrationsworkshops, in denen sie auf didaktische und spielerische Weise zahlreiche Anwendungen selbst ausprobieren, vor allem aber Geschmack an der Technologie finden konnten, die den Sport begleitet. Auch wenn ich kein grosser Sportler bin – das gebe ich gerne zu – fand ich die Welt des Sports schon immer sehr interessant, hauptsächlich aus zwei Gründen: Sport ist ein integrativer Bereich, der sich auf sehr unterschiedliche Disziplinen stützt, um Fortschritte zu erzielen. er ist ein Bereich, der seine Entwicklungen, die entwickelten Lösungen an andere Bereiche weitergibt, darunter auch an den medizinischen Bereich, dem ich sehr nahestehe. Der Sport als Integrator von Technologien Man muss nur die häufigen Berichte in unseren Medien lesen, die von den Debatten über den Beitrag der persönlichen Leistung im Vergleich zum technologischen Beitrag berichten, um zu verstehen, dass die Technologie über die persönliche Leistung hinaus eine zentrale Rolle spielt. Sportech ist ein sehr gutes Beispiel für diese Vielfalt und zeigt, dass dank der Entwicklung der Technologie das Feld der Möglichkeiten immer weiterwächst. Meine Erfahrung bei Campus Biotech, wo wir viel mit Rehabilitation und mit Mensch-Gehirn-Schnittstellen arbeiten, ist ein sehr schönes Beispiel für diese Technologien, die uns zu Anwendungen in der Welt des Sports führen. Zunächst wurden die Anwendungen entwickelt, um Menschen zu betreuen, die unter körperlichen Beeinträchtigungen gelitten haben. Fortschritte sind dabei nur möglich, wenn Fachleute aus den Bereichen Physik, Biologie, Informatik, Signalverarbeitung, Energie, Robotik und Neurowissenschaften zusammenarbeiten. Später wurden diese Anwendungen weiterentwickelt, um in Richtung Leistung zu gehen. Wie können wir unsere Fähigkeiten verbessern, wie unsere Reaktionsfähigkeit erhöhen, unsere Reflexe verbessern, unsere Sinne stärken. Wir haben zum Beispiel Systeme entwickelt, um die Sehkraft von Sportler:innen zu verbessern – Weitsicht für Eishockeyspieler, Punktsicht für Schützen. Aber die Entwicklung dieser Anwendungen, dieser Technologien und der Leistung muss uns herausfordern. Man denke nur an Druckkammern, die den Sportler:innen, die Zugang zu ihnen haben, mehr Chancen bieten, an Prothesen, welche die Grenzen der Leistungen zwischen Sportler:innen mit und ohne Prothese verschwinden lassen, und an die vielen anderen Verbesserungen, die man entwickeln kann und die uns an die Grenzen des Transhumanismus oder sogar des Posthumanismus führen. Der Sport als Verbreiter von Lösungen, was im englischen Sprachraum als «spill over» bezeichnet wird. Dies ist einer der interessantesten Aspekte des Sports, auf der Ebene der Technologien, Materialien oder Anwendungen. Neue Technologien – Das Schlüsselwort heisst «Leistung» Alle Industriebereiche (von Maschinen bis hin zum Gesundheitswesen) suchen mit unterschiedlichen Prioritäten nach leistungsfähigeren Materialien: leicht, widerstandsfähig. Der Sport ist dabei eine grosse Inspirationsquelle. Und die anderen Sektoren tun gut daran, von diesen Entwicklungen zu profitieren. Es war übrigens interessant, während dieser Tage auf Vertreter:innen aus anderen Industriebereichen zu treffen. Neue Anwendungen – auch hier lautet das Schlüsselwort «Leistung». Aufgrund von Alterung, Krankheit oder Unfällen verlieren wir an Leistungsfähigkeit, in Bezug auf Mobilität, Sehkraft, Hörvermögen usw. Training und Prothesen bieten Lösungen und diese für den Sport entwickelten Lösungen kommen direkt der medizinischen Welt zugute. Ich bin auch sehr beeindruckt von den im Rahmen des e-Sports entwickelten Anwendungen, die in der Medizin zur Anwendung kommen: bei Aufmerksamkeitsdefiziten, bei der Medikamenten-Compliance, um nur einige Beispiele zu nennen. Wir sollten uns jedoch daran erinnern, dass im Mittelpunkt all dieser Entwicklungen, Anwendungen und Ambitionen der Mensch steht. Hier spielt die SATW ihre Rolle, indem sie aufkommende Technologien bewertet, sie fördert und ihre Entwicklung begleitet, um sicherzustellen, dass diese Technologien sich nicht gegen den Menschen wenden, sondern ihn und seine Umwelt respektieren. All diese Ebenen der Entdeckung und Reflexion stehen im Mittelpunkt von Sportech, einer grossartigen Gelegenheit für die Öffentlichkeit und insbesondere für junge Menschen, in diese faszinierende Welt der Technik einzutauchen, sich mit Technologien vertraut zu machen, die sie vielleicht (und hoffentlich) dazu motiviert, technische Karrieren einzuschlagen, in denen sie ihrerseits neue Technologien entwickeln.
  • Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften SAMW

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    Ethikberatung: Curriculum und Zertifizierung von Fachpersonen

    Im Schweizer Gesundheitssystem gibt es zahlreiche Formen ethischer Beratung und Unterstützung. Allerdings fehlte bislang ein strukturiertes und koordiniertes Programm zur Zertifizierung dieser Fachpersonen. Die Schweizerische Gesellschaft für Biomedizinische Ethik (SGBE) hat im September ein Curriculum mit Zertifikatsmodell veröffentlicht und schliesst damit eine Lücke.

  • Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften SAMW

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    Neues Förderprogramm: Advanced Physician Scientists Grants

    Die Gottfried und Julia Bangerter-Rhyner-Stiftung und die SAMW lancieren gemeinsam das Förderprogramm «Advanced Physician Scientists Grants», um hervorragende, in der Schweiz ausgebildete mittlere Kaderärztinnen und -ärzte zu unterstützen. Das Programm ermöglicht es ihnen, neben ihrer klinischen Tätigkeit während 2 Jahren 50% ihrer Arbeitszeit der Forschung zu widmen.

  • Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften SATW

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    «Können wir noch vom Weltraum träumen?» – Galactic Chloé über die Bedeutung des Alls und darüber, wer dort das Sagen hat

    2019 war Chloé Carrière Mitbegründerin von Asclepios, Europas erster analoger Weltraummission unter der Leitung von Studierenden. Die erste Crew begab sich im Juli 2021 in Isolation. Im Juli 2025 verbrachte die fünfte Auflage 16 Tage unterirdisch in der Festung Sasso San Gottardo im Tessin – eine Mission, die die Luft- und Raumfahrtingenieurin nun als Mentorin begleitet. Als «Galactic Chloé» erreicht sie heute mit Weltraumthemen in den sozialen Medien, in ihrer eigenen Radiosendung und durch Dokumentarfilme ein breites Publikum. In einem Interview mit der SATW erklärt sie, was Studierende bei einer simulierten Mondmission lernen, warum sie der Meinung ist, dass die Schweizer Bevölkerung bei der Weltraumpolitik mitreden sollte, warum sie ihren eigenen Traum vom Mondspaziergang neu definieren musste und wie man die junge Schweizer Weltraumindustrie im Land halten kann.
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