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Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften SAGW

Archéologie et aménagement du territoire - Histoire et épistémologie de la sauvegarde du patrimoine, sous l'angle du développement durable

Angesichts der aktuellen ökologischen Herausforderungen muss die archäologische Forschung einen Platz im Zentrum der Raumplanungs-Doktrinen einnehmen. Der vorliegende Essay soll die wissenschaftliche Legitimität einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen ArchäologInnen und AkteurInnen der Territorialentwicklung aufzeigen. Er stellt theoretische Überlegungen an, die sich auf die Geschichte der archäologischen Praxis seit der frühen Neuzeit stützen, und zeigt die entscheidenden epistemologischen Veränderungen auf, welche die Umsetzung der Malta-Konvention um die Jahrtausendwende mit sich brachte.

 

Die langfristige Erfahrung des Wandels ist heutzutage, den Grundsätzen der präventiven Archäologie entsprechend, eine Bereicherung für den Erhalt des Kultur- und Naturerbes. Der gesamte Raum wird sowohl als kognitive wie auch als symbolische Ressource betrachtet, wobei die übliche Unterscheidung zwischen «kulturell» und «natürlich» verblasst. Die Archäologie kann, indem sie die Ebene der Zeitlichkeit ins Spiel bringt, die Raumplanung von unserer konsumorientierten Wahrnehmung des Raumes befreien und so einen wertvollen Beitrag zu den ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Zielen einer nachhaltigen Entwicklung leisten.

 

Kaeser, Marc-Antoine (2022) : Archéologie et aménagement du territoire. Histoire et épistémologie de la sauvegarde du patrimoine, sous l’angle du développement durable, éd. par l’ASSH (Conférence de l’Académie XXIX / Swiss Academies Communications 17,3).

DOI: doi.org/10.5281/zenodo.6497747

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