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Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften SATW

Swissmedic feiert 20-Jahr-Jubiläum – ein Anlass, einen Blick auf ihre Herausforderungen zu werfen

Als unser Gesundheitsminister Alain Berset kürzlich mit lobenden Worten Swissmedic gratulierte: «Swissmedic ist eine der angesehensten Aufsichtsbehörden der Welt», erinnerte der CEO von Roche Severin Schwan daran, dass es für die Wirtschaft von Bedeutung ist, sich auf eine starke und glaubwürdige Schweizer Kontroll- und Zulassungsbehörde stützen zu können. Wir vergessen es allzu oft: Swissmedic stellt ihre Kompetenzen in den Dienst unseres Vertrauens in Heilmittel. Bei schönem Wetter ist sie der breiten Öffentlichkeit unbekannt, doch während der Pandemie wurde ihre Tätigkeit in den Medien stark beachtet, da sie für die Zulassung der neuen Impfstoffe zuständig war, auf welche die Bevölkerung wartete. Die Botschaft von Severin Schwan wies sehr deutlich auf die zu vermeidenden Stolpersteine hin, darunter jede Langsamkeit im Zulassungsverfahren oder ein zu konservativer Approach bei der Risiko-Nutzen-Bewertung. All dies könnte dazu führen, dass die ersten Zulassungen aus der Schweiz in «fortschrittlichere» Länder verlagert werden und die Grundlagenforschung geschwächt wird, welche das Herzstück der pharmazeutischen Dynamik in der Schweiz ist. Als er feststellte, dass die Zahl der klinischen Studien in der Schweiz um fast 50 Prozent zurückgegangen ist, erinnerte er auch daran, dass diese Studien ein Indikator für die Dynamik der medizinischen Forschung sind. Diese Botschaften könnten nicht passender sein. Sie fordern uns nicht nur dazu auf, unsere wissensbasierte Wirtschaft zu stärken, sondern auch darauf zu achten, dass alle Akteure des Ökosystems der pharmazeutischen Entwicklung unseren Ambitionen gerecht werden, um zu verhindern, dass wir die Pharmaindustrie, das Flaggschiff unserer Wirtschaft, nach und nach verlieren. Diese Überlegungen beschäftigen unseren Industrie-Beirat und erfordern unsere volle Aufmerksamkeit.
  • Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften SATW

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    «In der Schweiz legt man Geld lieber auf die Bank»: Julia Biwer über Risikokultur, virtuelle Start-ups und die stille Abhängigkeit des Standorts Basel

    Eine Biotech-Firma ohne Labor? Was nach einem Widerspruch klingt, ist für Abbmira Therapeutics das klügste Geschäftsmodell. Das Basler Start-up entwickelt einen Wirkstoff gegen Krebs und setzt dabei komplett auf externe Expert:innen aus dem Life-Sciences-Cluster Basel. Julia Biwer, COO und Mitgründerin, spricht im Interview mit der SATW darüber, warum dieses Modell funktioniert, weshalb Risikokapital in der Schweiz schwer zu finden ist und was das über die Schweizer Innovationskultur verrät.
  • Akademie der Naturwissenschaften Schweiz SCNAT

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    Wieviel könnte ein neues Kernkraftwerk in der Schweiz kosten und wie betrifft das die öffentliche Hand?

    Die Akademien der Wissenschaften Schweiz haben die Kosten und Finanzierungsrisiken beim Bau eines Kernkraftwerks in der Schweiz anhand internationaler Erfahrungswerte und von Schätzungen analysiert. Demnach sind die Unsicherheiten gross: Der Bau eines neuen Kernkraftwerks (KKW) inklusive Finanzierungskosten während der Bauzeit könnte je nach Grösse und Kostenentwicklung rund fünfzehn Milliarden Franken, aber auch das Dreifache kosten. Ein Neubau wäre voraussichtlich nur mit wesentlicher staatlicher Unterstützung finanzierbar, wie die Akademien in einem neuen Bericht festhalten.

  • Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften SATW

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    Das PFAS-Dilemma: Warum Ersatz und Ausstieg zum Generationenprojekt werden

    Die Schlagzeilen zu PFAS häufen sich: Die Stoffgruppe, die lange unbemerkt blieb, ist überall – selbst in Nahrungsmitteln sowie im Körper von Mensch und Tier – und sie verschwindet nicht einfach. Während Umwelt- und Konsumentenschützer:innen auf ein schnelles Ende der Belastung drängen, sucht die Industrie nach Alternativen für Schlüsseltechnologien. Der Weg in eine PFAS-freie Zukunft ist jedoch ein Generationenprojekt, das Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft über Jahrzehnte fordern wird. Im Gespräch mit der SATW erklären Manfred Heuberger (Empa), Martin Scheringer (ETH Zürich) und Dominique Werner (Scienceindustries), welches die grössten Herausforderungen im Umgang mit PFAS sind.
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