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Stellungnahme

Akademien der Wissenschaften Schweiz a+

Stellungnahme zur Vernehmlassung zur Revision des Bundesgesetzes über die Erfindungspatente

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz begrüssen grundsätzlich das Anliegen, den Zugang zu relevanten Informationen über Patente zu verbessern. Sie teilen auch die Auffassung, dass das Patentwesen auf Transparenz beruhen soll. Sie sind jedoch nicht überzeugt, dass die vorgeschlagenen Massnahmen diesen Zielen in der Praxis gerecht werden können.

Der Kern des Vorschlags besteht darin, die Transaktionskosten für die Patentrecherche von den Züchter:innen auf die Anmelder:innen und Rechteinhaber:innen sowie auf das IGE zu verschieben: Neu sollen Anmelder:innen und Rechteinhaber:innen von sich aus tätig werden, wenn eine Sorte ihr Patent verletzt. Ob sie dies zuverlässig beurteilen können – womöglich zuverlässiger, als dies eine Patentrecherche könnte –, ist allerdings zweifelhaft.

Damit steht in Frage, ob das vorgeschlagene Instrument das beschriebene Problem lösen kann. Vor diesem Hintergrund rückt die in Ziff. 1.2.1.2 des EB diskutierte und dort verworfene Alternative der Unterstützung bei der Recherche und deren Interpretation wieder in den Vordergrund. Für Züchter:innen bedeutet die Beachtung von Patentrechten in der Tat einen Mehraufwand. Jedoch ist dies auch in allen anderen technischen Branchen so, nur dass sich jene schon länger an den damit verbundenen Aufwand angepasst haben. Bei genauerer Betrachtung weist die Alternative der Unterstüzung bei Recherchen gegenüber dem vorliegenden Vorschlag sogar einige Vortreile auf: Sie kann jederzeit, mehrmals und auch international durchgeführt werden. Zudem handelt es sich bei jener Lösung nicht um eine sektorspezifische Sondervorschrift. Diese Lösung erscheint den Akademien im Vergleich zum vorliegenden Vorschlag deswegen als vorzugswürdig.

Gleichzeitig anerkennen die Akademien, dass die Technisierung der Pflanzenzüchtung zu einer immer stärkeren Überlappung von Patentschutz und Sortenschutz führt. Daraus ergeben sich grundsätzliche Probleme an der Schnittstelle von Patent- und Sortenschutz, die indes auch grundsätzlich angegangen und erforscht werden müssen. Im Rahmen des vorliegenden Vorschlags ist es allerdings nicht möglich, diese Probleme zu lösen.

  • Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften SAMW

    News

    Entscheidungen für das Schweizer Gesundheitssystem: Jetzt anmelden!

    Wie soll unsere Gesellschaft mit der absehbaren Ressourcenknappheit im Gesundheitssystem umgehen? Diskutieren Sie mit uns am Symposium vom 24. September 2026 im Eventforum Bern. Unter dem Titel «Welche Entscheidungen für das Schweizer Gesundheitssystem?» erwartet Sie ein vielfältiges Programm mit Referaten, Workshops und Raum für Diskussionen.

  • Akademien der Wissenschaften Schweiz a+

    Stellungnahme

    Akademien sind gegen die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz»

    Exzellenz in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation bildet eine zentrale Grundlage des Wohlstands in der Schweiz. Die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» gefährdet diese Grundlage, indem sie die Position des Wissenschaftsstandorts Schweiz schwächt – mit langfristigen Folgen für Gesellschaft, Wirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz. Die Akademien der Wissenschaften Schweiz lehnen diese Initiative aufgrund ihrer schädlichen Folgen entschieden ab.

  • Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften SATW

    News

    Die SATW eröffnet in Genf eine internationale Veranstaltungsreihe zum Thema Healthy Aging und neue Versorgungsmodelle

    Vom 27. bis 29. April bringt das 3. CAE–SATW Innovation Symposium in Genf Schweizer und chinesische Expertinnen und Experten zu einem zentralen Thema zusammen: Wie lassen sich Autonomie, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität entlang des gesamten Versorgungspfads erhalten?
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