FAQ zur Vernehmlassung des White Papers
Diese Seite beantwortet die wichtigsten Fragen zur Vernehmlassung des White Papers und zum weiteren Prozess hin zu einer Strategie für eine koordinierte MINT-Bildung in der Schweiz (kurz: MINT-Bildungsstrategie Schweiz).
Die Vernehmlassung ist bis Montag, 31. August 2026 geöffnet.
Rückmeldungen können über das Online-Formular eingereicht werden:
Hintergrund: Das steckt dahinter
Warum braucht es eine koordinierte MINT-Bildung in der Schweiz?
In der Schweiz gibt es bereits zahlreiche Angebote, Projekte, kantonale Aktivitäten und engagierte Akteur:innen im Bereich der MINT-Bildung. Diese Vielfalt ist eine Stärke. Gleichzeitig fehlt bislang ein gemeinsamer schweizweiter Referenzrahmen, der diese Aktivitäten sichtbar macht, besser verbindet und strategisch ausrichtet.
Eine koordinierte MINT-Bildung soll dazu beitragen, Synergien zu nutzen, Doppelspurigkeiten zu vermeiden, Lücken sichtbar zu machen und gemeinsame Wirkungsziele sowie Qualitätsstandards zu entwickeln. Ziel ist eine MINT-Bildung, die Teilhabechancen stärkt, Übergänge im Bildungssystem verbessert und die Innovationskraft der Schweiz langfristig unterstützt.
Warum wird gerade jetzt eine Strategie für eine koordinierte MINT-Bildung in der Schweiz erarbeitet?
MINT-Kompetenzen werden immer wichtiger – nicht nur für technische oder naturwissenschaftliche Berufe, sondern auch für gesellschaftliche Teilhabe, kritisches Denken, Problemlösefähigkeit und den kompetenten Umgang mit neuen Technologien.
Einzelne Projekte und kantonale Initiativen leisten viel. In einer zunehmend vernetzten Welt reichen isolierte Lösungen jedoch nicht aus. Mit Blick auf die Mehrjahresperiode 2029–2032 und der Herausforderung öffentliche mittel effizeint einzusetzen, soll der laufende Strategieprozess dazu beitragen, gemeinsame Prioritäten zu schärfen, bestehende Aktivitäten besser zu verbinden und die MINT-Bildung in der Schweiz wirkungsorientiert weiterzuentwickeln. Nicht zuletzt auch für die Aufrechterhaltung der Innovationskraft in der Schweiz.
Was ist der Unterschied zwischen dem White Paper und der eigentlichen Strategie?
Das White Paper ist unser gemeinsames Grundlagenpapier. Es ist das Resultat intensiver Vorarbeit und beschreibt die Ausgangslage, bündelt bestehende Erfahrungen und benennt zentrale Herausforderungen, Leitprinzipien, strategische Handlungsfelder und Querschnittsthemen. Jetzt brauchen wir Ihren „Praxis-Check“. Helfen Sie uns, das White Paper so zu schärfen, dass daraus in einem nächsten Schritt eine breit getragene Strategie mit konkreten Massnahmen in Form einer Road Map entstehen kann.
Warum enthält das White Paper noch keine konkreten Massnahmen?
Konkrete Massnahmen sollen nicht vorweggenommen werden. Das White Paper legt zunächst eine gemeinsame Grundlage zur Diskussion vor: Vision, Leitprinzipien, strategische Handlungsfelder und Querschnittsthemen.
Die Vernehmlassung dient dazu, diese Grundlage zu prüfen, zu ergänzen und breit abzustützen. Erst danach wird auf dieser Basis die eigentliche MINT-Bildungsstrategie Schweiz mit Roadmap, Massnahmen und Umsetzungsempfehlungen erarbeitet.
Wer ist Herausgeber:in / Autor:in?
Herausgeberin White Paper: Akademien der Wissenschaften Schweiz, im Rahmen des Bundesmandats «MINT Schweiz», unter Einbezug einzelner, für die MINT-Bildung zentraler Akteur:innen und Expert:innen
Herausgeber:in / Autor:in MINT-Bildungsstrategie (ab Dezember 2026): Akademien der Wissenschaften Schweiz, in Kooperation mit ausgewählten Akteur:innen nationaler Reichweite (tbc), begleitet von einem breit abgestützten Gremium bestehend aus Entscheidungsträger:innen, Akteur:innen und Zielgruppen der Massnahmen
Warum soll ich an der Vernehmlassung teilnehmen?
Durch Ihre Teilnahme stellen Sie sicher, dass die spezifischen Bedürfnisse Ihrer Region/Fachdisziplin/Zielgruppe im White Paper berücksichtigt werden und die künftige Strategie die richtigen Schwerpunkte setzt.
Mitwirkung: So geben Sie Feedback
Wer kann an der Vernehmlassung teilnehmen?
Die Vernehmlassung ist öffentlich. Sie richtet sich insbesondere an Organisationen, Institutionen, Akteur:innen und Entscheidungsträger:innen aus formaler und nicht-formaler Bildung, Hochschulen, Berufsbildung, Forschung, Wirtschaft, Politik, Verwaltung, ausserschulischen Lernorten, Stiftungen, Verbänden und zivilgesellschaftlichen Organisationen.
Bis wann kann ich eine Rückmeldung einreichen?
Rückmeldungen können bis Montag, 31. August 2026 eingereicht werden.
Wo kann ich Feedback geben?
Rückmeldungen reichen Sie bitte über das Online-Formular ein.
Hier können Sie neben den allgemeinen Fragen auch ein Dokument hochladen, in denen Sie konkrete Textvorschläge zu den Kapiteln im Whitepaper mitteilen können: Website; Formular (.docx)
In welcher Form soll ich Feedback geben?
Damit Rückmeldungen in die Überarbeitung des White Papers einbezogen werden können, bitten wir um möglichst konkrete Hinweise. Besonders hilfreich sind Rückmeldungen, die:
sich auf ein bestimmtes Kapitel oder einen bestimmten Abschnitt beziehen;
klar benennen, was ergänzt, präzisiert oder angepasst werden sollte;
nach Möglichkeit eine konkrete Formulierung oder Ergänzung vorschlagen.
Rückmeldungen ohne konkreten Änderungs- oder Ergänzungsvorschlag können nicht systematisch berücksichtigt werden.
Können Rückmeldungen per E-Mail eingereicht werden?
Nein. Inhaltliche Rückmeldungen zum White Paper können ausschliesslich über das Online-Formular eingereicht werden. Nur so können die Eingaben vollständig, vergleichbar und nachvollziehbar ausgewertet werden.
Die E-Mail-Adresse go2mint@akademien-schweiz.ch steht für Rückfragen zum Vernehmlassungsprozess zur Verfügung, nicht für die Einreichung von Stellungnahmen oder Textvorschlägen.
Wird meine Rückmeldung veröffentlicht?
Die Rückmeldungen werden ausgewertet, thematisch gebündelt und in konsolidierter Form in die Überarbeitung des White Papers einbezogen.
Einzelne Rückmeldungen werden nicht im Wortlaut veröffentlicht. Personen, Organisationen und Institutionen werden grundsätzlich nicht namentlich genannt. Eine namentliche Nennung als Teilnehmende der Vernehmlassung erfolgt nur auf ausdrücklichen Wunsch und kann im Online-Formular entsprechend angegeben werden.
An wen kann ich mich bei Fragen wenden?
Für Rückfragen zum Vernehmlassungsprozess kontaktieren Sie bitte das Projektteam über die zentrale Mailbox:
go2mint@akademien-schweiz.ch
Die Anfragen werden dort gebündelt und durch das zuständige Team beantwortet, insbesondere durch Theres Paulsen, Fachstelle MINT Schweiz SCNAT/a+ und Clelia Bieler, externe Projektleiterin / Frau MINT.
Inhaltliche Rückmeldungen zum White Paper sowie konkrete Änderungs- und Ergänzungsvorschläge können nicht per E-Mail eingereicht werden. Bitte nutzen Sie dafür ausschliesslich das Online-Formular.
Ausblick: So geht es weiter
Was geschieht nach der Vernehmlassung?
Jede Stimme zählt und fliesst in einen strukturierten Prozess ein.
Nach Abschluss der Vernehmlassung werden alle Eingaben gesichtet, thematisch gebündelt und fachlich ausgewertet. Die Rückmeldungen fliessen in eine überarbeitete Fassung des White Papers ein.
Die Publikation der überarbeiteten Version ist voraussichtlich im November 2026 vorgesehen.
Wie wird die eigentliche MINT-Bildungsstrategie Schweiz erarbeitet?
Ab Dezember 2026 folgt die Erarbeitung der eigentlichen Strategie für eine koordinierte MINT-Bildung in der Schweiz. Diese Phase soll im Austausch mit ausgewählten Akteur:innen nationaler Reichweite sowie unter Einbezug zentraler Zielgruppen und Entscheidungsträger:innen erfolgen.
Vorschläge für konkrete Massnahmen sollen im Rahmen geeigneter Austauschformate diskutiert und weiterentwickelt werden. Vorgesehen ist unter anderem eine Diskussion im Rahmen des MINT-Kongresses der Akademien der Wissenschaften Schweiz am 2. Februar 2027 an der EPFL in Lausanne.
Wer wird die MINT-Bildungsstrategie Schweiz herausgeben?
Die MINT-Bildungsstrategie Schweiz wird von den Akademien der Wissenschaften Schweiz herausgegeben.
Geplant ist eine Erarbeitung in Kooperation mit ausgewählten Organisationen und Institutionen nationaler Reichweite sowie die Begleitung durch ein breit abgestütztes Gremium mit Entscheidungsträger:innen, Akteur:innen und Zielgruppen.
Kann ich mich auch an der Erarbeitung der Strategie beteiligen?
Für die nächste Phase ist der Einbezug ausgewählter Akteur:innen, Zielgruppen und Entscheidungsträger:innen vorgesehen. Falls Sie oder Ihre Organisation an einer Mitwirkung interessiert sind, können Sie dies im Online-Formular vermerken.
Für Rückfragen zum weiteren Prozess nutzen Sie bitte die zentrale Mailbox:
go2mint@akademien-schweiz.ch