Koordinierte MINT-Bildung für die Schweiz
MINT-Bildung ist zentral, damit Menschen technologische und wissenschaftliche Entwicklungen mitgestalten und kritisch einordnen können. In der Schweiz gibt es bereits zahlreiche Initiativen, kantonale Strategien und engagierte Akteure. Was bisher fehlt, ist ein gemeinsamer Referenzrahmen, der diese Vielfalt sichtbar macht, verbindet und strategisch ausrichtet.

Mit dem Projekt Koordinierte MINT-Bildung Schweiz erarbeiten die Akademien der Wissenschaften Schweiz im Rahmen ihres Bundesauftrags die Grundlage für eine breit abgestützte MINT-Bildungsstrategie. Ziel ist es, bestehende Angebote, Förderansätze und Erfahrungen besser aufeinander zu beziehen, den Dialog zwischen Schulen, Hochschulen, Kantonen, Wirtschaft, ausserschulischen Lernorten und weiteren Partner:innen zu stärken und gemeinsame Wirkungsziele und Qualitätsstandards zu formulieren.
Unsere Vision ist eine MINT-Bildung, die Menschen in allen Lebensphasen stärkt: Sie soll Orientierung in einer technologisierten Welt ermöglichen, Teilhabechancen erhöhen, Übergänge im Bildungssystem verbessern und die Innovationskraft der Schweiz langfristig sichern.
Vision 2035
Gemeinsam Wirkung entfalten: MINT-Bildung, die alle stärkt – für eine innovative, zukunftsweisende und inklusive Schweiz

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Die Schweiz verfügt über eine vielfältige MINT-Landschaft. Gleichzeitig werden MINT-Kompetenzen immer wichtiger — nicht nur für technische oder naturwissenschaftliche Berufe, sondern für gesellschaftliche Teilhabe, kritisches Denken, Problemlösefähigkeit und den kompetenten Umgang mit neuen Technologien.
Einzelne Projekte und kantonale Initiativen leisten viel. In einer zunehmend vernetzten Welt reichen isolierte Lösungen jedoch nicht aus. Eine schweizweite strategische Orientierung hilft, Synergien zu nutzen, Doppelspurigkeiten zu vermeiden, Lücken sichtbar zu machen und die MINT-Bildung langfristig kohärenter auszurichten.
Mit Blick auf die Legislaturperiode 2029–2032 soll der Strategieprozess dazu beitragen, die MINT-Bildung in der Schweiz gezielt weiterzuentwickeln, gemeinsame Wirkungsziele zu formulieren und die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren nachhaltig zu stärken.
Der Prozess: Vom White Paper zur Strategie
Die Erarbeitung erfolgt in einem partizipativen Prozess unter Einbezug zentraler Akteuren und Expert:innen aus verschiedenen Landesteilen, Bildungsstufen und Praxisfeldern.
In einer ersten Phase entsteht ein White Paper. Es schafft eine gemeinsame Auslegeordnung zur MINT-Bildungslandschaft in der Schweiz, bündelt bestehende Erfahrungen und benennt zentrale Herausforderungen, Leitprinzipien, strategische Handlungsfelder und Querschnittsthemen. Damit wird eine breit abgestützte Grundlage für die weitere Strategiearbeit geschaffen.
In einer zweiten Phase wird auf dieser Basis eine konkrete Strategie mit Roadmap und Massnahmenplan erarbeitet. Ziel ist nicht, Bestehendes zu ersetzen, sondern vorhandene Initiativen, kantonale Förderansätze und nationale Impulse besser miteinander zu verbinden und gemeinsam weiterzuentwickeln.
Projektteam
Projektleitung: Clelia Bieler, Frau MINT
AG MINT a+: Marianne Bonvin (a+), Esther Koller-Meier (SATW), Philipp Burkard (SeC) und Jürg Pfister (SCNAT)
Fachkommission MINT: Susanne Metzger, PH FHNW und Universität Basel
Fachstelle MINT a+: Theres Paulsen