Wie gelingt eine zukunftsorientierte Schweizer Rohstoffpolitik?
Die Schweiz ist eine der weltweit bedeutendsten Drehscheiben für den physischen Rohstoffhandel. Über unsere Grenzen hinweg werden globale Warenströme gelenkt, finanziert und abgesichert. In Zeiten geopolitischer Umbrüche, fragiler Lieferketten und hochgradig volatiler Märkte ist diese enorme Marktmacht mit besonderen Herausforderungen verbunden. Was umfasst der moderne physische Rohstoffhandel und welche Hebelwirkung hat er auf eine nachhaltige Entwicklung? Wer verdient wie viel entlang der Wertschöpfungskette? Was bedeutet die zunehmende Finanzialisierung der Märkte, und was bedeutet es, wenn Rohstoffhändler zunehmend als Schattenbanken agieren? Braucht es einen spezifisch auf den Rohstoffsektor ausgerichteten Rechtsrahmen und wie werden bedeutende Rohstoffdrehscheiben im Ausland reguliert? Die Akademien der Wissenschaften Schweiz laden Sie herzlich ein, diese und weitere Fragen am kommenden «Science et Politique à table!» mit führenden Fachpersonen zu diskutieren.

Zeit und Ort
Dienstag, 15. September 2026, 13:15 bis 14:30 Uhr im Bellevue Palace Bern.
Programm
Spillover-Effekte: Wie sich Rohstoffhandel auf nachhaltige Entwicklung auswirkt
Fritz Brugger, Co-Direktor ETH-NADEL, ETH Zürich
Rohstoff-Handelsplätze: Internationale Regulierung
Krista Nadakavukaren, stellvertretende Direktorin des Schweizerischen Instituts für Rechtsvergleichung, Lausanne
Finanzialisierung des Rohstoffhandels: Auswirkungen auf Märkte, Unternehmen und Politik
Martin Nerlinger, Assistenzprofessor für Finanzen, Universität St. Gallen (HSG)
Neben den Referent:innen diskutieren folgende Expert:innen mit Ihnen:
Rita Kesselring, Assoziierte Professorin für Urban Studies, Universität St. Gallen (HSG)
Stephan Pfister, Professor für quantitative Nachhaltigkeitsbewertung, ETH Zürich