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Medienmitteilung

Akademien der Wissenschaften Schweiz a+

Verständnis und Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft müssen weiter gestärkt werden

Am erstmals durchgeführte Swiss Research and Innovation Summit tauschten sich am 17. März 2026 in Bern Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft über die Rolle wissenschaftlicher Expertise für Politik und Gesellschaft miteinander aus. Ziel der Veranstaltung war es, das Verständnis für die Anforderungen an wissenschaftliche Beratung und den gegenseitigen Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu stärken.

Der Swiss Research and Innovation Summit SRIS’26 brachte rund 350 führende Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Forschung, Innovation, Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft in Bern zusammen. Während entsprechende Formate in anderen Ländern bereits Tradition haben, fehlte eine solche Veranstaltung bislang in der Schweiz. Der SRIS’26 wurde gemeinsam vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) und den Akademien der Wissenschaften Schweiz (a+) organisiert, die als Brücke zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft den Dialog über wissenschaftliche Expertise gestalten. Der SRIS’26 zielte darauf ab, Fragen zu Rollen und Rahmenbedingungen zu diskutieren und das gemeinsame Verständnis für die Zusammenarbeit in einer sich wandelnden Forschungs- und Innovationslandschaft zu stärken. Bundespräsident Guy Parmelin betonte in seiner Eröffnungsrede: «Ziel ist es, den Austausch über institutionelle und sektorielle Grenzen hinweg zu fördern. Denn Herausforderungen wie der technologische Wandel, der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz oder die Bewältigung gesellschaftlicher Transformationen lassen sich nur erfolgreich angehen, wenn wir unsere Kräfte bündeln.»

 

Neue Plattform für Dialog und Zusammenarbeit

Die Veranstaltung unter dem Titel «Wissenschaftliche Expertise für Politik und Gesellschaft» bot Gelegenheit, Themen, Strukturen und Formate für den Dialog kritisch zu hinterfragen und zu klären, welche Leistungen die Wissenschaft für Politik und Gesellschaft erbringen kann und soll. Martina Hirayama, Staatssekretärin für Bildung, Forschung und Innovation, zeigte sich überzeugt: «Wissenschaftliche Erkenntnisse entfalten nur dann Wirkung, wenn sie von der Öffentlichkeit verstanden werden. Der Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft ist deshalb keine Kür, sondern integraler Bestandteil der Wertschöpfungskette von Forschung und Innovation.»

 

Brücken zwischen Wissenschaft und Gesellschaft

Von der Grundlagenforschung zur angewandten Forschung: Wissenschaft ermöglicht Innovation zugunsten der gesamten Gesellschaft, bietet Lösungen für drängende Fragen und wirft neue Fragen auf. In Zeiten multipler Krisen sind optimale Rahmenbedingungen für Wissenschaft, Forschung und Innovation sowie ein besserer Zugang zu Wissen entscheidend dafür, wie eine Gesellschaft diese Herausforderungen bewältigen kann. Yves Flückiger, Präsident der Akademien der Wissenschaften Schweiz, plädierte entsprechend für tragfähige Brücken: «Damit die Komplexität wissenschaftlicher Erkenntnisse nicht zu Missverständnissen oder sogar Skepsis führt, müssen Forschende ihre Arbeit transparent und verständlich vermitteln und den Dialog mit Gesellschaft und Politik aktiv suchen. Nur so lässt sich das Vertrauen in die Wissenschaft nachhaltig stärken.»

 

Für weitere Informationen wenden Sie sich an:

 

Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI)

Mia Mader, Kommunikation, +41 58 464 45 48, mia.mader@sbfi.admin.ch

 

Akademien der Wissenschaften Schweiz (a+)

Sindy Schmiegel, Kommunikationsverantwortliche, +41 (0)31 306 92 39, sindy.schmiegel@akademien-schweiz.ch

 

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz (a+) sind ein Verbund der vier wissenschaftlichen Akademien der Schweiz: der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT), der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW), der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) und der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW). Sie umfassen nebst den vier Akademien die Kompetenzzentren TA-SWISS und Science et Cité sowie weitere wissenschaftliche Netzwerke. Der wissenschaftliche Nachwuchs vernetzt sich in der Jungen Akademie Schweiz (JAS). Die Akademien der Wissenschaften Schweiz vernetzen die Wissenschaften regional, national und international. Sie vertreten die Wissenschaftsgemeinschaften disziplinär, interdisziplinär und unabhängig von Institutionen und Fächern. Ihr Netzwerk ist langfristig orientiert und der wissenschaftlichen Exzellenz verpflichtet. Sie beraten Politik und Gesellschaft in wissensbasierten und gesellschaftsrelevanten Fragen.

 

  • Swiss Platform Ageing Society

    Blog

    Wohnen im Alter: Was macht ein altersfreundliches Umfeld aus?

    Was braucht es alles für ein altersfreundliches Wohnumfeld? Wo steht die Schweiz diesbezüglich – und wo besteht noch Handlungsbedarf?

     

    Die von den Vereinten Nationen ausgerufene «Decade of Healthy Ageing (2021–2030)» versteht gesundes Altern als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie fordert, das Thema Alter in allen Politikbereichen zu verankern und die aktive Teilhabe älterer Menschen zu stärken. Basierend darauf wurden vier zentrale Handlungsfelder definiert. Das zweite dieser Handlungsfelder lautet: «ein altersfreundliches Umfeld» schaffen.

     

    Im Gespräch erläutert Alexander Seifert von der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), welche Herausforderungen und Chancen sich in Bereich altersfreundliches Wohnen zeigen und welche Ansätze es braucht, um Wohnumfelder in der Schweiz zukunftsfähig zu gestalten.

    Interview I Celia Eugster, Romaine Farquet 

  • Junge Akademie Schweiz JAS

    News

    Neuer Workshop zu Lehrmitteln zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und gesellschaftlichen Partnern

    Die Junge Akademie lädt gemeinsam mit dem td-net Dozierende und Lehrende zum Workshop «Lehrmittel zur Föderung der Zusammenarbeit von Wissenschaft und gesellschaftlichen Partnern» am 23. Juni 2026 im PROGR in Bern ein. Im Fokus stehen innovative Lehransätze an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft. Der halbtägige Workshop (09:15–13:00 Uhr) kombiniert einen interaktiven Marktplatz für Lehrmittel und -formate mit thematischen Gruppendiskussionen zu Herausforderungen, Chancen und transdisziplinären Methoden. Anmeldeschluss ist der 5. Juni 2026.

  • Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften SATW

    News

    «Ethik darf kein nachträglicher Einfall sein»: Ein Gespräch mit der KI-Ethikerin Ning Wang

    Der Technology Outlook stellt Apertus als Beispiel für transparente, konforme KI vor und untersucht, was seine Entwicklung über die Position der Schweiz in der globalen KI-Landschaft aussagt. Um die tieferen ethischen, gesellschaftlichen und politischen Implikationen grosser Sprachmodelle (LLMs) zu erörtern, sprachen wir mit Dr. Ning Wang, Ethikerin und Politikwissenschaftlerin an der Universität Zürich. Ihre Forschung konzentriert sich auf die verantwortungsvolle Entwicklung und nachhaltige Steuerung neuer Technologien.
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