Marktplatz der Ideen am SRIS'26
Am Swiss Research and Innovation Summit SRIS’26 stellen verschiedene Institutionen erfolgreiche Praxisbeispiele zum Dialog von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft vor. Informieren Sie sich über Best Practices, diskutieren Sie mit den Expertinnen und Experten und nehmen Sie passende Ideen für Ihre Projekte mit.
Übersicht der präsentierten Projekte
Innosuisse Flagship Initiative
Innosuisse – Schweizerische Agentur für Innovationsförderung
Die Innosuisse Flagship Initiative fördert systemische Innovation und transdisziplinäre Zusammenarbeit, um bedeutende wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen anzugehen, die für die Zukunft der Schweiz von hoher Relevanz sind. Innosuisse definiert spezifische, zugleich breit angelegte Flagship-Themen, die Konsortien aus Wissenschaft, Industrie und dem öffentlichen Sektor dazu ermutigen, gemeinsam neue Lösungen, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle in strategisch wichtigen Bereichen für das Land zu entwickeln.
Aktuelle Flagship-Projekte sind unter anderem in Bereichen wie nachhaltigen und zirkulären Lieferketten, saisonaler Energiespeicherung sowie der datenbasierten Transformation der chirurgischen Ausbildung tätig. Im jüngsten Call wurden vier weitere Flagships in den Bereichen Präzisionsonkologie, Prävention von Typ-2-Diabetes und personalisierte Interventionen für die Gehirngesundheit bewilligt – allesamt Domänen mit hohem Potenzial für Auswirkungen auf Lebensqualität, Gesundheitswesen und Wertschöpfung.
Am „Marktplatz der Ideen“ zeigen wir, wie die Flagship Initiative grosse, transdisziplinäre Konsortien nutzt, um systemische Innovation zu ermöglichen und damit einen konkreten Mehrwert für Wirtschaft und Gesellschaft der Schweiz zu schaffen.
Zukunftskompetenzen und Technologien für den Innovationsstandort Schweiz
Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften SATW
Die SATW identifiziert die Bedürfnisse des Innovationsstandorts Schweiz und präsentiert an der Schnittstelle von Wissenschaft und Politik zwei zukunftsgerichtete Themenfelder: Talente und Technologien. Sie setzt sich evidenzbasiert für die Förderung von Mädchen und Frauen in MINT-Fächern ein und adressiert strukturelle Barrieren entlang der Bildungs- und Karrierepipeline. Zudem zeigt sie mit dem «Technology Outlook» frühzeitig relevante technologische Entwicklungen und künftige Kompetenzbedarfe auf. Der Marktstand der SATW lädt zu Dialog und Vernetzung zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und öffentlicher Verwaltung ein.
Das ETH Policy Fellowship: Wo Politik und Wissenschaft aufeinandertreffen
Eidgenössische Technische Hochschule Zürich ETHZ
Das ETH Policy Fellowship ist ein massgeschneidertes Programm der ETH Zürich für Kaderangestellte aus dem öffentlichen Sektor mit dem Ziel, den dialogbasierten Austausch und die Vernetzung von Politik und Verwaltung mit der Wissenschaft zu stärken. Ganz im Sinne des Wissenstransfers in den Diensten der Gesellschaft möchte die ETH Zürich durch dieses Angebot einen Beitrag zur Vernetzung von Entscheidungsträgerinnen und -trägern mit der Wissenschaft leisten. Dadurch trägt das Programm dazu bei, dass Politik und Verwaltung politische Herausforderungen basierend auf soliden Evidenzgrundlagen mit nachhaltigen, wirksamen und effizienten Lösungen angehen können. Durch Gespräche mit den Organisatoren sowie mit Alumni erhalten die Teilnehmenden am Swiss Research and Innovation Summit SRIS’26 Einblicke in dieses für die Schweiz einzigartige Angebot an der Schnittstelle von Wissenschaft und Politik.
Metrologie als Grundlage für fundierte politische Entscheidungen
Eidgenössische Institut für Metrologie METAS
Das Eidgenössische Institut für Metrologie METAS zeigt, wie Rückverfolgbarkeit, Messunsicherheit und Akzeptanzintervalle politische Entscheidungen belastbar fair und vertrauenswürdig machen. Am Beispiel verzerrter elektrischer Netzsignale wird deutlich, warum metrologische Forschung entscheidend ist, damit Regulierung auch in einer digitalen Welt funktioniert.
Innovation parks across Switzerland
Switzerland Innovation ist ein Netzwerk von Innovationsparks in der ganzen Schweiz, in denen internationale und nationale Unternehmen sowie Schweizer Spitzenuniversitäten gemeinsam an der Entwicklung neuer, marktreifer Produkte und Dienstleistungen arbeiten können. An unseren 16 Schweizer Standorten und in deren Umgebung wurden dynamische Innovationsökosysteme geschaffen, die Unternehmen, KMU, Start-ups und Forschende aus aller Welt anziehen.
Wir zeigen an unserem Stand, wie sich Unternehmen und Projekte in den Schweizer Innovationsparks einbringen und in diesem einzigartigen Umfeld Innovationen vorantreiben und ihre Ideen auf den Markt bringen. Switzerland Innovation veranschaulicht, wie politische Massnahmen zur Förderung von Forschung, Offenheit und öffentlich-privater Zusammenarbeit nachhaltig in die Praxis umgesetzt werden.
Wissenssicherheit in der Schweiz
Die beiden von swissuniversities vorgestellten Plakate fassen die Arbeiten der nationalen Arbeitsgruppe zum Thema Knowledge Security (dt. Wissenssicherheit) zusammen.
Verstehen und einordnen
Handeln und debattieren
« So offen wie möglich, so sicher wie nötig. »
swissuniversities adressiert die Herausforderungen bezüglich Offenheit und Sicherheit. Zudem präsentiert die Organisation eine gemeinsame Lagebeurteilung und schlägt einen pragmatischen Ansatz in drei Handlungsfeldern vor, ergänzt durch eine Roadmap und ein Governance-Modell.
Das erste Plakat zeigt eine Definition, den geopolitischen Kontext, die Risiken und eine Analyse des Systems Schweiz.
Das zweite Plakat hebt die Empfehlungen der Arbeitsgruppe, die Roadmap 2026–2028+ und die Rollen der verschiedenen Akteure hervor.
Die Plakate sind als Anreiz zum Dialog zwischen den Teilnehmenden des Swiss Research and Innovation Summit SRIS’26 gedacht, um Bedingungen für die Umsetzung und mögliche Hindernisse zu erkennen.
Technologiefolgen-Abschätzung für Politik und Gesellschaft
Im Auftrag des Parlaments analysiert TA-SWISS, die Schweizer Stiftung für Technologiefolgen-Abschätzung, technologische Trends möglichst früh und schätzt die Folgen neuer Technologien aus einer breiten gesellschaftlichen Perspektive ab. Dabei legt TA-SWISS den Fokus auf den Dialog zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik und erarbeitet sachliche Grundlagen zur Unterstützung der demokratischen Willensbildung und wissensbasierter Entscheide.
Für die Teilnehmenden am Swiss Research and Innovation Summit SRIS’26 illustrieren wir diese Dialogarbeit anhand der TA-Studie zu Deepfakes, d.h. mittels KI-generierter Bild-, Ton- und Videoaufnahmen. Deepfakes können die Meinungsbildung in der Bevölkerung und politische Abläufe in der Schweiz beeinflussen. Gleichzeitig sind sie Teil der freien Meinungsäusserung, einem zentralen Pfeiler der Demokratie, und KI-Inhalte ein neues Partizipationsmittel. Wir informieren über ein Onlineexperiment der Studie, das zeigt, wie schwierig Deepfakes zu erkennen sind und welche Implikationen sich für die Schweizer Politik ergeben.
Nationale Forschungsprogramme NFP – Gesundheit
Schweizerischer Nationalfonds (SNF) – Nationale Forschungsprogramme (NFP)
Antibiotikaresistenz gehört zu den grössten Bedrohungen der globalen Gesundheit. Der Bund und der Schweizerische Nationalfonds lancierten zum Thema verschiedene Forschungsinitiativen. Diese wiederum stehen in stetem Dialog mit den verantwortlichen Bundesstellen. So ging daraus beispielsweise das Schweizerische Zentrum für Antibiotikaresistenzen (ANRESIS) hervor, oder wurde der aktuelle One Health - Aktionsplan StAR (2024-2027) unterstützt.
Diese Zusammenarbeit steht für ein erfolgreiches Zusammenspiel aus Grundlagenforschung, lösungsorientierter Forschung, Politik und Administration.
Nationale Forschungsprogramme NFP – Ressourcen & Klima
Schweizerischer Nationalfonds (SNF) – Nationale Forschungsprogramme (NFP)
Verschiedene Nationale Forschungsprogramme widmeten sich Ressourcen und der Frage nach deren nachhaltigen Nutzung und Bewirtschaftung. Hier im Fokus stehen die Ressourcen “Holz” (NFP 66), “Boden” (NFP 68), “Energie” (NFP 70/ NFP 71), sowie eine “Nachhaltige Wirtschaft” (NFP 73).
Die Verknüpfungen sind vielfältig und das Zusammenspiel komplex. Zwischen Wirtschaft, Forschung, Verwaltung und Politik bedarf es eines laufenden und offenen Austauschs, um die damit verknüpften gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen anzugehen.
Nationale Forschungsprogramme NFP – Krisen bewältigen
Schweizerischer Nationalfonds (SNF) – Nationale Forschungsprogramme (NFP)
Die Covid-Pandemie als Ausnahmesituation war zugleich ein Prüfstein für die Schnittstelle von Wissenschaft, Politik und Verwaltung. Aus diesen Erfahrungen heraus wurde ein nationales Netzwerk für wissenschaftliche Beratung gebildet.
Expertise und Erkenntnisse aus den ad-hoc aufgesetzten Nationalen Forschungsprogrammen “Covid” (NFP 78) und “Covid-19 in der Gesellschaft” (NFP 80) fliessen in deren Arbeit, wie auch in die aktuelle Revision des Pandemieplans Schweiz ein.
Année Politique Suisse – Dokumentation und Analyse der Schweizer Politik
SAGW Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften
Das SAGW-Institut Année Politique Suisse (APS) steht idealtypisch für den Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft in geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen: APS wird sich für die Teilnehmenden am Swiss Research and Innovation Summit SRIS’26 als Plattform für wissenschaftlich aufbereitete, unabhängige Informationen zum politischen Geschehen in der Schweiz präsentieren.
Wissenschaft in Krisenzeiten: Vorhersehen. Erkennen. Beraten.
Nationales Netzwerk für wissenschaftliche Beratung
Im Rahmen des im Jahr 2025 ins Leben gerufenen Nationalen Netzwerks für wissenschaftliche Beratung stellen hochqualifizierte Forscherinnen und Forscher der Politik und den Behörden ihre unabhängige und interdisziplinäre Expertise zur Verfügung. Getragen von den wichtigsten Institutionen aus Bildung und Forschung stärkt das Netzwerk den Austausch zwischen Wissenschaft, Politik und Verwaltung auch ausserhalb von Krisenzeiten. Zu folgenden Themen sind bereits Cluster gebildet worden: öffentliche Gesundheit, Cybersicherheit, internationale Herausforderungen und Desinformation.
Der SWR als Expert:innengremium des Bundesrates
Schweizerischer Wissenschaftsrat SWR
Der Schweizerische Wissenschaftsrat ist das unabhängige und interdisziplinäre Expert:innengremium des Bundesrates, das sich für ein strategisch ausgerichtetes Schweizer System von Bildung, Forschung und Innovation einsetzt.
Für die künstliche Intelligenz (KI), die im Fokus des Stands des SWR steht, stellt der Rat fest: Um international kompetitive Forschung an und mit KI zu sichern, braucht die Schweiz eine leistungsfähige nationale Recheninfrastruktur mit internationaler Anbindung. Dafür schlägt der Rat ein mehrstufiges System von lokalen bis internationalen Recheninfrastrukturen vor, eingebettet in eine nationale Strategie, gesteuert durch ein strategisches Board und langfristig finanziert.
Politikdialog der SCNAT: Breit abgestützt, langfristig und am Puls
Akademie der Naturwissenschaften Schweiz SCNAT
Die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) hat über Jahrzehnte ein funktionierendes Modell für den Dialog mit Politik und Gesellschaft entwickelt. Die Basis ist die Vernetzung von Expertinnen und Experten der ganzen Schweiz und aus diversen Disziplinen zu gesellschaftlich relevanten Themen. Mit diesen Netzwerken verfasst die SCNAT Wissenssynthesen zu aktuellen Fragen und vermittelt diese über Dialoge und Kommunikation. So entstehen fundierte Impulse in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft – und zurück in die Wissenschaft. Die Schwerpunktthemen im Politikdialog sind: Energie, Biodiversität, Klima, Landschaft, Gentechnologie, Nachhaltigkeit und Quantenforschung und -technologie.
Spanning boundaries between science and global policy
Geneva Science Policy Interface (GSPI)
Der Stand des GSPI zeigt anhand konkreter Praxisbeispiele den Wert der wissenschaftlichen Expertise für Politik und Gesellschaft – auf internationaler Ebene. Er unterstützt damit die Ziele des Swiss Research and Innovation Summit SRIS’26 und regt dank Einblicken in die Praxis zu Diskussionen an.
Am Marktstand des GSPI werden ausgewählte Projekte aus dem Impact Collaboration Programme (ICP) vorgestellt – als konkrete Beispiele für die Interaktion zwischen Wissenschaft und Politik auf multilateraler Ebene in Genf.
Mit den folgenden Zielen:
den Wert und die Wirkung von ICP-unterstützten Projekten aufzeigen,
Herausforderungen und neue Erkenntnisse bei internationalen SPI-Initiativen hervorheben,
Mit nationalen und internationalen SPI-Akteuren in einen Dialog über mögliche Zusammenarbeiten kommen.
Medizinethik mit Wirkung: Wie die SAMW die Praxis und die Politik unterstützt
Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften SAMW
Die medizin-ethischen Richtlinien der SAMW unterstützen Gesundheitsfachpersonen in der Praxis, sind für die gesamte Gesellschaft von Nutzen und haben auch rechtliche Bedeutung. Herausfordernde Themen wie assistierter Suizid oder Triage in der Medizin sind häufig Gegenstand von parlamentarischen Vorstössen. Die SAMW berät Politik und Behörden mit ihrer Expertise und ihrem grossen, in der Praxis verankerten Netzwerk.
Informationen zur Veranstaltung
Der Swiss Research and Innovation Summit SRIS’26 bietet eine einzigartige Plattform für herausragende Akteurinnen und Akteure aus Forschung, Innovation, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, um zentrale Fragen des Schweizer Wissenschaftssystems gemeinsam zu diskutieren.
Wann: 17.03.2026
Wo: Casino Bern, Casinoplatz 1, Bern, Schweiz