Wissenschaftliche Integrität

Neue Expertengruppe im Bereich Wissenschaftliche Integrität

Unter dem Vorsitz von Prof. Edwin Charles Constable wurde eine neue Expertengruppe im Bereich Wissenschaftliche Integrität gewählt. Die Hauptaufgabe der Expertengruppe ist es, die Grundsätze und Verfahrensregeln im Bereich Wissenschaftliche Integrität sowie das dazugehörige Reglement aus dem Jahr 2008 unter Berücksichtigung des ALLEA Code of Conducts zu erneuern, um gemeinsame «State of the art»-Standards in der Schweiz zu schaffen. Die Expertengruppe besteht zurzeit aus vier Mitgliedern, welche jeweils die beteiligten Institutionen Akademien Schweiz, Swissuniversities und SNF vertreten werden.

Diese sind:
Zudem wird die Expertengruppe durch die folgenden Personen unterstützt:
  • Karin Spycher, Projektleitung (Akademien Schweiz)
  • Noëmie Eglin (swissuniversities)
  • Claudia Lautenschütz (SNF)
  • Inge Blatter (SNF, Rechtsdienst)

Kontakt:
Karin Spycher
E-Mail: karin.notexisting@nodomain.comspycher@akademien-schweiz.notexisting@nodomain.comch
Tel: 031 306 92 35
 

Grundsätze und Verfahrensregeln


Broschüre Wissenschaftliche Integrität - Grundsätze und Verfahrensregeln
Deutsche Fassung
Edition française
Edizione italiana
English Edition

ALLEA Code of Conduct (2017)

Der Europäische Verhaltenskodex für die Wissenschaftliche Integrität dient der europäischen Forschungsgemeinschaft als Rahmen für die Selbstregulierung über alle wissenschaftlichen Disziplinen und für alle Forschungsbereiche hinweg.

Die überarbeitete Ausgabe 2017 des Kodex befasst sich unter anderem mit neuen Herausforderungen, die sich aus technologischen Entwicklungen, Open Science, Bürgerwissenschaft und sozialen Medien ergeben. Die Europäische Kommission erkennt den Kodex als Referenzdokument für die Forschungsintegrität für alle EU-finanzierten Forschungsprojekte und als Modell für Organisationen und Forscher in ganz Europa an.

Der Kodex wurde am 24. März 2017 ursprünglich auf Englisch veröffentlicht und von den Übersetzungsdiensten der Europäischen Kommission und mit Unterstützung der ALLEA-Mitgliedsakademien in alle EU-Amtssprachen übersetzt.

Code of Conduct in verschiedenen Sprachen (ALLEA 2017)

Weitere Informationen zur Wissenschaftlichen Integrität entnehmen Sie der Powerpoint Präsentation 
«Wissenschaftliche Integrität»
 

Autorschaft bei wissenschaftlichen Publikationen


Wissenschaftliche Publikationen dienen nicht nur der Veröffentlichung von Wissen – die Anzahl Publikationen oder Zitationen entscheiden auch über die berufliche Perspektive der Forschenden. Entsprechend wichtig sind klare Regeln über die Berechtigung zur Autorschaft und die Reihenfolge der Autoren. Die Kommission «Wissenschaftliche Integrität» der Akademien der Wissenschaften Schweiz hat die geltenden Regeln zusammengestellt und Empfehlungen formuliert. Diese sollen einen Beitrag zur Vorbeugung von Auseinandersetzungen um die Autorschaft leisten und in Konfliktfällen als Hilfestellung dienen.

Broschüre Autorschaft bei wissenschaftlichen Publikationen - Analyse und Empfehlungen (pdf)

Nationaler Informations- und Erfahrungsaustausch «Wissenschaftliche Integrität», 30. Mai 2013
Vortrag von Dr. Elizabeth Wager: Ethics of Authorship (pdf)
Vortrag von Prof. Christian W. Hess: Authorship in scientific publications (pdf)
 

Zusammenstellung von Verhaltenscodexen

Von 2010 bis 2016 unterstützten die Akademien der Wissenschaften Schweiz das «Committee on Freedom and Responsibility in the conduct of Science» des International Council for Science (ICSU). Zu dessen Aufgaben gehört die Förderung von Verantwortung in der wissenschaftlichen Arbeit. Hierzu macht das Komittee die global vorhandenen Verhaltenscodexe online verfügbar.
 

Vernetzungsanlass «Wissenschaftliche Integrität»

Können wir davon ausgehen, dass der wissenschaftliche Nachwuchs in der Schweiz die Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis kennt? Werden den Studierenden, Doktorierenden und PostDocs die zentralen Elemente wissenschaftlicher Integrität vermittelt? Oder bräuchte es vielmehr entsprechende Aus- und Weiterbildungen für die Professorenschaft, die Leiter von Forschungsgruppen, die Ombudsleute und die BetreuerInnen wissenschaftlicher Arbeiten? Und wenn ja, wie können solche Veranstaltungen erfolgreich gestaltet werden?

Das Thema der Aus- und Weiterbildung stand im Zentrum des 2. nationalen Vernetzungsanlasses für Fachpersonen im Bereich der wissenschaftlichen Integrität am 10. Dezember 2014.

Programm (pdf)

Prof. Christian W. Hess, Akademien der Wissenschaften Schweiz: Einleitung (pdf; Deutsch,  Englisch, Französisch)

lic. theol., Dipl.-Biol. Sibylle Ackermann, SAMW: Aus- und Weiterbildung im Bereich «Wissenschaftliche Integrität» (pdf; Deutsch)

Dr. Erika Löfström, Universität Helsinki: Teach the teachers in scientific integrity: approaches, trends and central issues (pdf; Englisch)
 

Zusammenarbeit Ärzteschaft - Industrie



Richtlinie Zusammenarbeit Ärzteschaft - Industrie (pdf)

 

Privates Lehrstuhlsponsoring


Workshop 2012
Mit einem Workshop im Oktober 2012 leisteten die Akademien der Wissenschaften Schweiz einen Beitrag zur Vertiefung der Diskussion zur Frage, ob die zunehmenden privaten Finanzierungen die Unabhängigkeit der universitären Forschung tangieren oder nicht. Im Zentrum stand das gesellschaftliche Ansehen von Forschung und wissenschaftlicher Expertise, deren Stellenwert zurzeit noch hoch einzuschätzen ist, weil sie grundsätzlich als interessenungebunden, lösungsorientiert und dem Wohle der Gesellschaft verpflichtet gesehen wird. Die private Finanzierung universitärer Forschung stellt dies potentiell in Frage. Für das Ansehen der Forschung und der Forschenden in der Schweiz steht somit viel auf dem Spiel.

Mehr als 30 Vertreter von Hochschulverwaltungen, kantonalen Erziehungsdirektionen, Forschende und Geldgeber nahmen am Workshop in Bern teil. Den Input Referaten folgte eine angeregte Diskussion. Eine Mehrheit der Teilnehmer sprach sich aus für die Ausarbeitung von Leitplanken durch die Akademien, zur Wahrung der Interessen von Spender und Empfänger.
Präsentationen (pdf)
Workshop-Bericht der Akademien (pdf)
Medienberichte: Le Temps, NZZ, Radio DRS2
Artikel von Thomas Cueni (Interpharma), Basler Zeitung (pdf)

Europäisches Grundsatzpapier auf Schweizer Initiative
Ausgehend von diesem Workshop und auf Initiative der Akademien der Wissenschaften Schweiz erarbeitete die Arbeitsgruppe Wissenschaft und Ethik der All European Academies (ALLEA) unter aktiver Mitarbeit der Schweizer Akademien ein Grundsatzpapier, das im Dezember 2014  verabschiedet wurde.
Download des ALLEA Grundsatzpapiers
 

Ethik in den Akademien der Wissenschaften Schweiz: Bestandesaufnahme und Perspektiven

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz befassen sich zum Teil seit vielen Jahren mit ethischen Fragen. Ein Bericht stellte 2011 das Engagement im Bereich der Ethik zusammenfassend dar und diskutiert seine Stärken und Schwächen. Zudem werden die Schwerpunkte skizziert, welche die Akademien gestützt auf das Forschungsgesetz im Bereich der Ethik in Zukunft bearbeiten.

Bericht (pdf)
 

Open Access


Open Access bedeutet sofortigen, permanenten, freien, kostenlosen und elektronischen Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen. Überproportionale Preissteigerungen der Verlage, die grosse zeitliche Verzögerung zwischen Abgabe und Veröffentlichung eines Artikels, die erzwungene Übertragung der AutorInnenrechte an die Verlage und die Einschränkung in der Verbreitung von Forschungsergebnissen sind Hauptauslöser für das Interesse an Open Access.

Weitere Informationen

 

Akademien der Wissenschaften Schweiz
Haus der Akademien
Laupenstrasse 7
Postfach
CH-3001 Bern

Tel +41 (0)31 306 92 20
info@akademien-schweiz.ch

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