Prix Média akademien-schweiz 2013




Am Donnerstag, 26. September 2013, wurde im Rahmen des Kongresses ScienceComm'13 in La Chaux-de-Fonds der mit insgesamt 40'000 Franken dotierte «Prix Média akademien-schweiz» verliehen. Für ihre gelungene Wissensvermittlung ausgezeichnet wurden (auf dem Foto von links nach rechts) Etienne Dubuis (Naturwissenschaften), Alan Niederer (Medizin), Reto U. Schneider (Geistes- und Sozialwissenschaften) und Martin Läubli (Technische Wissenschaften).

Medienmitteilung (pdf)
Zusammenfassungen der Beiträge, Biographien der PreisträgerInnen (pdf)
Weitere Informationen zum Kongress ScienceComm'13
 

Preisträger

 

Martin Läubli (Technische Wissenschaften)
5-teilige Artikelserie zum Thema «Energie», Oktober 2012, Tagesanzeiger

Martin Läubli erhält den Prix Média der Akademie der Technischen Wissenschaften für seine 5-teilige Energieserie im Tagesanzeiger. Er hat die äusserst komplexen Zusammenhänge, die bei der Integration von nicht ständig verfügbarer Solar- und Windenergie ins Stromnetz von Bedeutung sind, inklusive der verschiedenen Stromspeichermöglichkeiten sehr differenziert, wenn auch in unterschiedlicher Präzision, dargestellt. Solche Informationen spielen für die aktuelle Energiediskussion eine wichtige Rolle, werden aber gerne übersehen. Wir erachten es als grosse und wichtige Leistung, der Bevölkerung die technischen Zusammenhänge verständlich zu vermitteln. Im Rahmen demokratischer Entscheide über so weitreichende Weichenstellungen, wie sie mit der Energiestrategie 2050 anstehen, ist ein vertieftes Verständnis der technischen Möglichkeiten von grosser Bedeutung.
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Alan Niederer (Medizin)
«Die weibliche Brust unter Beobachtung», 7. November 2012, Neue Zürcher Zeitung

Der diesjährige Prix Média in Medizin der Akademien der Wissenschaften Schweiz geht an Alan Niederer. Sein Artikel «Die weibliche Brust unter Beobachtung» beleuchtet die Kontroverse um das Mammografie-Screening in der Schweiz. Alan Niederer ist es gelungen, das heikle Thema der Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchung sorgfältig und umfassend darzustellen. Die Jury betrachtet den Artikel als exzellentes Beispiel dafür, wie einem interessierten Laienpublikum ein komplexer Sachverhalt verständlich und gleichwohl differenziert vermittelt werden kann, so dass es seine eigenen Schlüsse ziehen kann.
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Reto U. Schneider (Geistes- und Sozialwissenschaften)
«Nicht Kevin», NZZ Folio 4/2013

Der Beitrag «Nicht Kevin» von Reto U. Schneider geht der Frage nach, was die Wissenschaft über die sozialpsychologische Wirkung von Vornamen weiss. Er beleuchtet unterschiedliche Aspekte der Vornamen, wie zum Beispiel die Vorteile bestimmter Vornamen bei der Wohnungs- oder Arbeitssuche. Reto U. Schneider verfasste ein hervorragendes Wissenschafts-Feuilleton, das nicht nur vergnüglich zu lesen ist, sondern auch viele wissenswerte Fakten liefert, die auf wissenschaftlichen Studien basieren.
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Etienne Dubuis (Naturwissenschaften)
«L’été de mon chat», 29. Juni 2012, Le Temps

Im Artikel «L’été de mon chat» lüftet Etienne Dubuis ein Geheimnis, das alle Katzenfreunde brennend interessiert: Was machen eigentlich Katzen den ganzen Tag und die ganze Nacht? Um das herauszufinden, hat er seiner Katze Shatoosh eine Fotokamera für den Tag und ein GPS für die Nacht umgebunden. Die überraschenden Ideen und Ansätze haben die Jury überzeugt, ja begeistert. Und darin bestärkt, dass der Journalismus dank der technologischen Entwicklung heute viel mehr Möglichkeiten hat – man muss sie nur nutzen. Etienne Dubuis zeigt, dass Journalismus auch Feldforschung und damit Wissenschaft sein kann. Zudem hat er seine Geschichte crossmedial aufbereitet und damit den Dialog mit den Lesern oder eben Usern ermöglicht.
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